Xenia Maria Mann erhielt ihre grundlegende Gesangsausbildung bei Scipio Colombo in Karlsruhe. Anschließend führte sie ihre Studien bei Heather Harper in London und bei Giulietta Simionato in Mailand fort. Ihren Hochschulabschluss machte sie an der Opernschule der Musikhochschule Stuttgart.

Ihre sängerische Berufserfahrung begann als Solistin des Karlsruher und des Heidelberger Kammerchores. Sie konzertierte in Deutschland und den europäischen Nachbarländern. Eine Konzertreise mit zehn Aufführungen des Messias von Händel führte sie u.a. durch Namibia und Südafrika.

Seit Herbst 1999 arbeitet Xenia Maria Mann mit Reinhard Goebel und der Musica Antiqua Köln. Mit diesem Ensemble war sie u.a. im Deutschlandfunk zu hören.

Als Liedsängerin des klassischen Repertoires und als Interpretin zeitgenössischer Musik hatte sie in den letzten Jahren große Erfolge. So sang sie die Uraufführung der ihr gewidmeten Bachmann Lieder von Arthur Dangel, die auch auf CD dokumentiert sind. 2007 sang sie die Tante und den Schmöck in der Uraufführung von Edward Rushtons "Die fromme Helene" am Niedersächsischen Staatstheater Hannover. Außerdem sang sie die Annatante in der deutschen Erstaufführung von Elisabeth Naskes Kinderoper "Die feuerrote Friederike".

Als Gründungsmitglied wirkt sie seit 1996 bei Projekten der MusikSchauBühne Stuttgart mit. Das Ensemble für experimentelles Musiktheater machte auf sich aufmerksam mit den Produktionen "Lucretia - Das Messer im Herz", einer theatralischen Umsetzung von Händels Solokantate "Lucretia" sowie "Brüderlein & Schwesterlein", Szenen für Sologesang und Tanz.


Xenia Maria Mann war von 1994 bis 2000 Mitglied des Ensembles am Niedersächsischen Staatstheater in Hannover und ist seither freiberuflich tätig. Als Gast sang sie am Staatstheater Braunschweig, Staatstheater Nürnberg, Landestheater Eisenach, Theater der Landeshauptstadt Kiel. 2007 kehrte sie als Gast an die Staatsoper Hannover zurück, wo sie als Schmöck/Tante in der UA von E.Rushtons "Die fromme Helene" in der Inszenierung von Erich Sidler und in Barrie Koskys Inszenierung von B.Brittens "Peter Grimes" zu hören war. In dieser Oper stand sie auch im Februar 2009 im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen auf der Bühne in der Inszenierung von Elisabeth Köppler. Im Herbst wird sie wieder an der Staatsoper Hannover zu Gast sein.